Dieses Wochenende haben die Schweizer Stimmbürger über die Hanfinitiative abgestimmt. Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hat sich gegen die Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums ausgesprochen. Statt ein Strafverfahren soll es für Kiffer in Zukunft aber nur noch eine Busse geben.
Über 500 000 Personen rauchen in der Schweiz hin und wieder einen Joint. Vor dem Gesetz gelten sie auch in Zukunft als Kriminelle. Die Hanfinitiative, die den Konsum und den Cannabis-Anbau zum Eigengebrauch legalisieren wollte, wurde vom Stimmvolk mit grosser Mehrheit abgelehnt.
Einziger Lichtblick am Hanf-Horizont: Der Schweizer Lehrerverband, Pro Juventute und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) haben jetzt die Idee lanciert, dass erwachsene Kiffer nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden sollen. Das weiss die Neue Zürcher Zeitung zu berichten (Ordnungsbusse für Kiffer). Wer beim Konsumieren oder beim Pflanzen und Pflegen von Hanf erwischt wird, soll in Zukunft nur noch eine Busse erhalten. Jugendlichen soll der Spass am Hanf-Konsum mit Präventionskursen, Bussen oder Arbeitseinsätzen ausgetrieben werden.